Ayurveda Info

„Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper ! 

Die mehrere tausend Jahre alte Ayurvedalehre bietet individuellen Weg zur Wiederherstellung des „Ur-Zustandes“ von welchem der Mensch sich im Laufe seines Lebens durch äußere Einflüsse entfernt.

Das Verlassen dieses Original Zustandes (Konstitution) wird vom Körper-Geist-Seele Verbund meist mit Symptomen quittiert. Dies nennen wir dann Krankheit oder Leiden.

 

Die Ayurveda Kur

Die individuell strukturierte Ayurveda Kur besteht aus den drei Phasen:

Dazu werden Anwendungen kombiniert eingesetzt, der Arzt kontrolliert das Ergebnis und kann entsprechend korrigieren und abstimmen.

Meist werden ein paar Yoga Übungen verwendet um in eine Meditation einzustimmen, dazu kommt noch der exotische Reiz des Landes um eine ganzheitliche Kur durchzuführen.

 

Der Name: „Ayurveda“

Mit all diesen Worten versucht man eine Übersetzung für das ca. 5000 Jahre alte Gesundheitssystem zu finden. 

Ayurveda zählt zu den ältesten Naturheilverfahren der Welt und betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist, Verhalten und Umwelt mit dem Ziel, ein gesundes und langes Leben zu erhalten. 

Ayurveda ist auf die gesamte Lebensdauer des Menschen ausgerichtet und soll in erster Linie dazu dienen, die Gesundheit zu erhalten, aber auch geistige Potenziale durch Bewusstseinsentfaltung und spirituelle Weltsicht auszuschöpfen. 

Die ayurvedische Gesundheitslehre stellt eine der wichtigsten Säulen des ayurvedischen Gesamtkonzepts dar und therapiert nicht die Krankheit, sondern in erster Linie den Menschen mit seiner Erkrankung. 

Ausgehend von dieser Betrachtungsweise wird im Ayurveda versucht alle Komponenten des Lebens im Gleichgewicht zu halten, um so zu ermöglichen Eigenverantwortlichkeit und Ganzheitlichkeit zu erfahren und wieder zu sich selbst zu finden.  

 

Die Doshas - Lebensenergien

Die drei Doshas stellen das zentrale Erklärungsmodell des Ayurveda dar und basieren ursprünglich auf der Lehre der fünf Elemente, die eine große Ähnlichkeit mit der Elementlehre des Aristoteles aufweist. Nach dieser Theorie besteht das Universum und somit auch jedes Lebewesen aus den fünf Elementen: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum.

Nach ayurvedischer Auffassung ist ein Mensch dann gesund, wenn seine körperlichen Funktionen wie sein Stoffwechsel, seine Verdauung, sein Gewebe und seine Ausscheidungen im Gleichgewicht sind und wenn sich seine Seele, seine Sinne und sein Geist in einem stabilen Zustand inneren Glücks befinden. Die körperlichen und seelisch-geistigen Funktionen werden von den drei Bioenergien, den Doshas, gesteuert.

Nach ayurvedischer Auffassung verdichten sich die fünf Elemente im lebendigen Organismus des Menschen zu den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.

Die Elemente sind die materielle Basis für alles Leben und die Doshas die Träger dieser Lebenskraft, die sich aus diesen Elementen heraus manifestieren. Jeder Mensch vereint diese Kräfte, die verantwortlich für die Aufrechterhaltung der seelisch-geistigen und körperlichen Funktionen sind, in einer unterschiedlichen Anordnung.

 

Vata, Pitta und Kapha

Vata leitet sich aus den Elementen Raum und Luft ab und ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im Körper, steuert das Wachstum, regelt die Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane und kontrolliert ebenso die beiden anderen Lebensenergien Pitta und Kapha.

Somit stellt das Vata-Prinzip das den anderen übergeordnete Dosha dar, da es die Funktionen der anderen Dosha beeinflusst.

Pitta leitet sich aus dem Element Feuer ab und ist zuständig für die Aktivitäten des Verdauungssystems, des Stoffwechsels und für die Regelung des Wärmehaushalts.

Kapha setzt sich aus den beiden Elementen Wasser und Erde zusammen und ist für die Strukturen der Körper und den Flüssigkeitshaushalt verantwortlich.


Behandlungsarten: Panchakarma

Das Ziel der klassischen Reinigungskur ist es die Faktoren, die eine Krankheit verursacht haben bzw. entstehen ließen, zu beseitigen. Wörtlich übersetzt bedeutet Pancha = fünf und karma = Verfahren. 

Diese fünf verschiedenartigen Therapien verhelfen dazu den Körper von gesundheitsschädigenden Faktoren zu reinigen und das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Mit der Panchakarma-Kur wurde eine außergewöhnliche Behandlungsweise zur Ausleitung giftiger Stoffwechselprodukte, die sich nicht auf natürliche Art durch das Ausscheidungssystem entfernen lassen, entwickelt. Hierbei wird der Stoffwechsel grundlegend umgestimmt, so dass der Körper zu seinem ursprünglichen Gleichgewicht zurückfinden kann. 

Unabhängig von der Dauer ist jede Panchakarma-Kur in die drei Phasen unterteilt:

Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Phasen näher erläutert.

Die Vorbereitungsphase – Erweichung und Mobilisierung

In dieser Phase wird der Patient auf seine Reinigung vorbereitet, indem sowohl innere Ölungen als auch äußere Ölungen vorgenommen werden können.

Bei der inneren Ölung wird dem Patienten Ghee – geklärtes und flüssiges Butterfett – täglich zur Einnahme verabreicht. Die Folge ist, dass der Körper gesättigt wird und das Öl im Stuhl wieder ausscheidet. So können eingelagerte Schadstoffe aus den Zellen und Geweben gelöst werden.

Die innerliche Mobilisierung der Schadstoffe kann zusätzlich mit äußeren Ölungen gefördert werden. Hierzu zählen Ganzkörper-Massagen, Kopfmassagen, Stirnguss, Kopfeinsalbung und andere ähnliche Behandlungen. Beide Arten der Ölung haben zum Ziel, dass die giftigen Abfallstoffe im Gewebe gelöst werden. In der Fachsprache bezeichnet man diese Öltherapie „Snehana Karma“.

Im nächsten Schritt wird der Patient stark schweißtreibenden Maßnahmen ausgesetzt wie zum Beispiel im Dampfbad, so dass die gelösten Schlackenstoffe aus dem Gewebe geschwemmt und in den Magen-Darm-Bereich befördert werden können. Die Schwitztherapie wird als „Swedana Karma“ bezeichnet und oft zusammen mit der Öltherapie angewandt.

 

Die Hauptbehandlung - Ausleitung

Nachdem die vorbereitenden Maßnahmen getroffen wurden, befinden sich die Abfallstoffe im Magen-Darm-Bereich, von wo sie über die natürlichen Ausscheidungsorgane entfernt werden können. Mit Hilfe der wirkungsvollen Reinigungstechniken werden alle aus den Geweben gelösten Abfallstoffe ausgeleitet. Hierzu können fünf verschiedene Methoden angewandt werden, die als Panchakarma bezeichnet werden:

1. Vamana – das therapeutische Erbrechen.

Die orale Einnahme von Medizin führt zum Erbrechen und fördert die Ausscheidung aus dem Magen und der Brusthöhle. Krankheiten wie Husten, Diabetes, Vergiftung, Epilepsie, Geisteskrankheit und Hautkrankheiten werden mit diesem Verfahren behandelt.

2. Virechana – die Abführtherapie

Die orale Einnahme von Medizin fördert die Ausscheidung aus dem Dünndarm. Virechana wird bei Hautkrankheiten, Gicht, rheumatische Beschwerden, Augenkrankheiten usw. angewendet.

3. Vasti – der Darmeinlauf

Die therapeutischen Einläufe von Kräutermedizin bearbeiteten den Dickdarm zur Ausscheidung von Giftstoffen und stärken das Gewebe.

Dieses Verfahren verbessert die Kraft und Vitalität, vermindert die Fettleibigkeit, den Altersverschleiß und erhöht die Lebensdauer.

4. Nasyam – die Nasen- und Stirnhöhlenbehandlung

Die Aufnahme von Kräuter durch die Nase entfernt Giftstoffe aus Kopf und Nasennebenhöhlen. Nasya verhindert frühzeitige Alterung und Krankheiten, die mit dem Kopf, Ohren, Augen und Hals verbunden sind.

5. Raktamoksham – die Blutreinigungstherapie

Die Entfernung von unreinem Blut kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden.

 

Die Nachbehandlung – Stabilisierung

Die Phase der Nachbehandlung dient der Regeneration und der Stärkung von Körper und Geist. Mit bestimmten Pflanzenrezepturen, leichten Ölmassagen und kräftespendenden Diäten soll der Körper nach der intensiven Behandlung wieder gestärkt werden. Rasayana, die Verjüngungskur, spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Eine Panchakarma-Kur fordert dem Patienten viel Kraft, Disziplin und Zeit ab und muss sorgfältig vorbereitet werden. Eine solche Kur ist dann sinnvoll, wenn der Patient unter gesundheitlichen Problemen leidet oder sich tiefgehend reinigen möchte. Er muss daher ebenso bereit sein strengen Regeln zu folgen und auf bestimmte Gewohnheiten wie beispielsweise das Rauchen oder das Trinken von Alkohol zu verzichten.

 


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